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Gesundheit und Krankheiten - Tagebuch

Mitte November 2017 hat uns erneut die Chinaseuche erwischt. Ich habe diesmal zwei Tiere untersuchen lassen und es wurde RHD2 bestätigt. Es sind insgesamt 25 Tiere gestorben, 13 blieben übrig. Ich habe eine Quarantänestation in der Werkstatt eingerichtet, mit Filavac notgeimpft und phytotherapeutisch mit Meerrettich, Bohnenkraut und Thuja unterstützt.


Am 10.09.17 ist Löwenköpfchen Ludwig eingezogen.
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Seine Geschichte, wie sie mir erzählt wurde: Er lebte bei einer älteren Dame, bis die ältere Dame ins Pflegeheim musste. Er soll wohl auch eine Partnerin gehabt haben, die aber gestorben sei. Der Enkel der Dame hat das Kaninchen übernommen, doch seine Frau war nicht einverstanden, also wurde das Tier über die Kleinanzeigen verschenkt. Ernährt wurde er sowohl von der Oma als auch vom Enkel mit Supermarktfutter. Folglich ist er viel zu dick. Zudem war sein Hinterteil komplett nass, als ich ihn übernommen habe, dadurch natürlich die Haut gereizt und das Fell verklebt, zudem die Genitalien geschwollen. Beim TA Besuch zeigte sich ein Blasenstein. Er bekommt jetzt ein Antibiotikum sowie phytotherapeutische "Tabletten", Presslinge aus diversen Heilpflanzen. Gleichzeitig stelle ich ihn auf eine gesunde Frischkost um, was anfangs problematisch war, weil er nicht dranging. Doch das Kaninchen muss erst geboren werden, das Löwenzahn nicht frisst  Je besser er Frischgrün frisst und verträgt, desto besser kann ich ihn in der Folge phytotherapeutisch behandeln. Das Hinterteil wasche ich täglich ab, um die Hautreizung durch den ständigen Urin zu mindern, da Ludwig im Moment inkontinent ist.

Impffähig ist er derzeit noch nicht. Aufgrund des nassen Fells muss er im Haus bleiben, um nicht auch noch eine Erkältung zu bekommen.

Horst Ludwig hat es leider nicht geschafft.


Ich habe 2017 das erste Mal Probleme mit Kokzidien gehabt. Der I-Wurf wurde durch diese fiesen Dinger massiv reduziert... Ich habe die verbliebenen sowie vorsorglich auch die anderen Jungtiere mit Sulfadimidin behandelt, sowie die Gehege gründlich mit viel Wasser gereinigt, danach sind keine Todesfälle mehr aufgetreten. Nachfolgende Würfe werde ich wohl vor der ersten Impfung ebenfalls behandeln.

Am 6.12.2016 ist der Riesenscheckenmix Niko einzogen - untergewichtig, verfilzt und mit stinkenden, entzündeten Ohren. Den Filz zu bekämpfen war leicht mit der Schere. Das Untergewicht bekämpft er selbst sehr eifrig und hat auch schon gut zugenommen. Die Ohren waren da hartnäckiger. Da er in kürzester Zeit enorm viel transportiert worden ist, wollte ich ihm den Tierarzt erstmal ersparen. Auf den Ratschlag einer Expertin hin habe ich seine Ohren täglich mit Johanniskrautöl behandelt und nach einer Woche waren die Ohren wieder gut! Johanniskraut ist entzündungshemmend und das Öl reinigt. Nach dem EInträufeln des Öls hat er natürlich kräftig den Kopf geschüttelt und damit nach und nach den Dreck und die vermutlich anwesenden Milben rausgeschleudert.

Am 14.10. habe ich das zweite Außengehege komplett gereinigt und desinfiziert. Hier wohnen jetzt noch Susanne, Flora, Emily und Edana. Im Quarantänestall wohnen Molly und Eviana, die dritte Bucht bleibt frei um für die Stalldesinfektionsaktionen die Kaninchen ausquartieren zu können. Die beiden überlebenden G-Wurf-Häsinnen leben im Käfig im Schuppen. Im Rammlerstall wohnen nun noch Greg und Stanley sowie Wolfgang und Sheldon. Im Wiesenkäfig leben Fridolin und Tom. Klopfer und Kuddel bewohnen den vorderen Stall. Die neuen Gruppenzusammenstellungen wollen noch überlegt werden.

Am 12.10. wurden besagte 14 Kaninchen nachgeimpft.

Am 29.9. habe ich den bis dato leeren vorderen Stall ausgeräumt, gekärchert, desinfiziert und gekalkt. Am Folgetag sind Klopfer und Kuddel dort eingezogen, um noch separat von den anderen Tieren ihr Winterfell im geschützten, aber ungeheizten Gebäude sowie ihren Impfschutz aufbauen zu können.

Am 22.9. erfolgte die erste Cunviac-Impfung aller Kaninchen (außer Molly und Fridolin, die bereits doppelt geimpft waren) nach dem Seuchenzug: Klopfer und Kuddel (die erst am Vortag eingezogen sind), Tom, Wolfgang, Sheldon, Greg, Stanley, Eviana, Editha, Emily, Susanne, Flora und die beiden G-Mädels (die immer noch keine Namen haben). Nach drei Wochen soll die Nachimpfung erfolgen, um die Kreuzimmunität gegen RHD2 zu fördern.

Am 13.9. ist das letzte Tier an der Seuche gestorben. Insgesamt 17 Kaninchen hat sie gefordert, 14 haben überlebt. Ein Außengehege ist komplett leer geworden, das einzig überlebende Tier dieser Gruppe (Eviana) habe ich in den Quarantänestall gesetzt, bevor sie Krankheitssymptome gezeigt hat. Das Gehege habe ich komplett gereinigt und mehrmals desinfiziert. Es ist noch nicht wieder besetzt.

Am 6.9. ist nach längerer Pause wieder ein Tier gestorben, diesmal habe ich es zusammen mit dem ortsansässigen Tierarzt aufgeschnitten, um RHD anhand des Organzustandes nachzuweisen oder auszuschließen. Es wurde bestätigt und nebenbei waren Bandwurmfinnen zu sehen. Ich habe lange recherchiert und mit der Tierpathologie telefoniert. Es kam heraus dass Bandwurmfinnen leicht übers mit Eiern kontaminierte Futter reinkommen und den Tieren im Normalfall nichts tun, es sei denn es werden so viele, dass durch das Volumen die Organe eingeengt werden. Die Kanichen scheiden auch keine Eier aus, weil sie nur Zwischenwirt für die Bandwürmer sind. Erst wenn der Endwirt (Raubtier) das Kaninchen frisst, entwickelt sich aus den Finnen im Darm des Endwirts der eigentliche Wurm, der dann wiederum Eier absondert. Für mich heißt das, beim Schlachten genau hinzusehen und befallene Innereien mindestens 3 Tage einzufrieren, bevor die Hunde sie bekommen... Auf Frischfutter zu verzichten ist keine Option, ebensowenig das Abwaschen des Futters (bei den Mengen einfach unmöglich).

Am 20.8. lag ein noch ungeimpftes Jungtier tot im Gehege. Körperhaltung und Blut an der Nase:  Typisch RHD...


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