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Bienen

Die Imkerei ist mein neuester "Spleen". Ich habe den Anfängerlehrgang des Landesimkerverbandes absolviert und bin Mitglied des hiesigen Imkervereins. Ich imkere im Magazin auf Langstroth, womit ich hierzulande gewissermaßen etwas exotisch unterwegs bin. Das hat aber einen Hintergrund: Flow Frames. Diese neue Erfindung ist 2015 auf den Markt gekommen, ersonnen von zwei australischen Imkern, die keine Lust mehr auf die immense Arbeit des Schleuderns hatten, von den vielen gequetschten Bienen ganz abgesehen. Der Honig läuft bei diesen besonderen Honigwaben im Prinzip wie aus einem Hahn hinten aus dem Bienenstock raus. Die Sache ist natürlich patentiert und nur beim Hersteller erhältlich: www.honeyflow.com. Es gibt inzwischen leider schon Chinaplagiate, gegen die zwar vorgegangen wird, aber das ist wohl wie üblich ein Kampf gegen Windmühlen... Da die auch nicht billiger sind und die Gefahr minderwertigen Kunststoffes und enthaltener Giftstoffe mitbringen, bitte lasst die Finger davon, kauft die Originale, wenn ihr sowas kaufen wollt!

Großes Thema Bienensterben. Die Bienen sterben erstmal nicht aus, wie es uns gern weisgemacht wird. Der Nahrungsmangel hingegen besteht unbestritten. Nach der Rapsblüte ist im Prinzip nichts mehr zu holen, weil die großangelegten Massenkulturen nicht blühen (Getreide...) und viele Randstreifen und Wiesen kurzgemäht bzw. geheut werden. Artenreiche, blühende Wiesen sind selten geworden und auch die Vorgärten und Ziergärten werden zu "sauber" gehalten. Dabei sind sehr viele "Unkräuter" eigentlich wertvolle Heilpflanzen, Insektenfutterpflanzen sind sie allemal. Gefüllte Zierblumen nützen den Bienen recht wenig, denn sie kommen schlichtweg nicht rein. Auch die so beliebte Knospenheide ist für die Bienen nicht zugänglich. Die Imker müssen zeitig und viel künstlich auffüttern, wenn sie nicht auf einen Teil des Honigs verzichten können oder wollen. Künstliche Ersatznahrung ist immer minderwertig zum natürlichen Futter und begünstigt Bienenkrankheiten.
Neueste Bedrohung der Honigbiene ist übrigens gepanschtes Wachs, das zu Mittelwänden verarbeitet wird. Mittelwände sind Wachsplatten mit vorgeprägtem Wabenmuster, das den Bienen vorgibt, wie sie zu bauen haben. Die gepanschten Mittelwände werden von den Bienen gemieden, und wenn sie sie doch ausbauen und darin zu brüten versuchen, sterben die Larven darin ab. Es sind bereits erhebliche Schäden entstanden und es gibt wohl auch ein Untersuchungsverfahren dazu. Ich setze auf Naturwabenbau, bei dem die Bienen nur einen schmalen Mittelwandstreifen bekommen, damit sie ihre Wabe gerade und ins Rähmchen bauen, oder gar nur eine Holzleiste als Richtungsweiser. Damit habe ich nicht die Gefahr, mir mit den gekauften Mittelwänden unerwünschte Stoffe in den Bienenstock und damit in den Honig zu holen. Von den gesparten Kosten und dem entfallenden Zeitaufwand fürs Einlöten der Mittelwände in die Rähmchen ganz zu schweigen

Bienen habe ich seit Ende April 2016. Angefangen mit zwei Völkern, davon zwei Ableger gemacht. Der eine Ableger ist nicht sehr stark, womöglich kommt er nicht über den Winter. Die erste Flow Ernte war jedenfalls aufregend und hat den einen oder anderen Zuschauer angezogen.






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